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Keine Einigung

Bezirk Cottbus

Keine Einigung

Tarifverhandlungen mit der Klinikum Niederlausitz GmbH


Keine Einigung bei Tarifverhandlungen mit der Klinikum Niederlausitz GmbH im Landkreis Oberspreewald Lausitz - Nächster Termin: 22. Mai 2018

Auch in der 5. Verhandlungsrunde am 2. Mai 2018 konnte für die rund 915 nichtärztlichen Beschäftigten der Klinikum Niederlausitz GmbH im Landkreis Oberspreewald-Lausitz (Krankenhäusern in Senftenberg und in Lauchhammer) noch keine Einigung erzielt werden. Die Tarifverhandlungen werden am 22. Mai 2018 in Lauchhammer fortgesetzt.

Die Arbeitgeberseite hatte in der 3. Verhandlungsrunde am 21. März 2018 für die Klinikbeschäftigte 2% Entgelterhöhung ab Mai 2018, weitere 2% ab Mai 2019 und weitere 2% ab Mai 2020 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020 angeboten.

Die ver.di-Tarifkommission hatte das Angebot als völlig unzureichend abgelehnt und ein neues wesentlich verbessertes Tarifangebot gefordert.

Auch in der 4. Verhandlungsrunde am 23. April und in der 5. Verhandlungsrunde am 2. Mai hat die Klinikleitung für alle Klinikbeschäftigten kein besseres Tarifangebot vorgelegt. Nur für die Rettungsdienstmitarbeiter und für die Pflegefachkräfte in Spezialbereichen gab es inzwischen ein anderes Angebot.

Die Gewerkschaft ver.di fordert 9% Entgelterhöhung ab Januar 2018 für eine Laufzeit von einem Jahr und die Erhöhung der Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) auf das Niveau des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes im Tarifbereich Ost. Danach soll die Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) für die meisten Beschäftigten rund 60% des monatlichen Entgeltes betragen. Zum Zeitpunkt erhalten die meisten Klinikbeschäftigten maximal 33,75% des monatlichen Entgeltes als Jahressonderzahlung.

Mit der Tarifforderung will die Gewerkschaft ver.di das Entgeltniveau erreichen, welches ab April 2018 im Carl-Thiem-Klinikum gezahlt wird. Im Carl-Thiem-Klinikum erhalten die Beschäftigten ein Weihnachtsgeld in Höhe von 80% des monatlichen Entgeltes.

Zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) besteht ab März 2018 ein Abstand im Umfang von 17% bis 18,8%. Dies sind bei einer Krankenschwester mit einer Arbeitszeit von 38 Stunden pro Woche im Monat rund 412 bis 472 EUR brutto weniger Entgelt als im öffentlichen Dienst.

Zusätzlich fordert die Gewerkschaft ver.di die Einführung der neuen Entgeltordnung (Eingruppierungsvorschrift), wie sie auch im Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus gilt. Mit der neuen Entgeltordnung sollen unter anderem die Pflegeberufe in speziellen Bereichen und mit spezieller Fachweiterbildung aufgewertet werden. Den Vorschlägen der Klinik zur höheren Bezahlung von wenigen speziellen Pflegekräften stimmt die ver.di-Tarifkommission aber nicht zu. Die Klinikleitung hat unter anderem für die Pflegefachkräfte mit Fachweiterbildung auf der Intensivstation eine Entgelterhöhung zwischen 20% bis 24,6% angeboten. Dieses Angebot lehnt die ver.di-Tarifkommission ab, weil mit diesen Vorschlägen das gesamte Tarifgefüge im Krankenhaus durcheinandergerät und andere Beschäftigte (auch Beschäftigte in der Pflege) nach dem Arbeitgeberangebot nur 2% Entgelterhöhung ab Mai 2018 erhalten sollen.

Bei den Entgeltregelungen für die Rettungsdienstbeschäftigten gibt es inzwischen eine erste Annäherung. Die Tarifverhandlungen werden am 22. Mai 2018 in Lauchhammer fortgesetzt. Weitere Verhandlungstermine sollen folgen.

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