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ver.di Warnstreik an der Charité Facility Management (CFM)

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ver.di Warnstreik an der Charité Facility Management (CFM)

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Am heutigen Donnerstag, dem 20. Oktober 2016 hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Charité Facility Management (CFM) zum Warnstreik aufgerufen. Ziel des Warnstreiks ist es, in den Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der CFM die Geschäftsführung zur Vorlage eines verhandlungsfähigen Angebots zu bewegen. ver.di fordert für die 2200 Beschäftigten Lohnsteigerungen und sichere Arbeitsverhältnisse durch die Anwendung des Tarifvertrages der Charité auch auf das Tochterunternehmen. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 3. November 2016 angesetzt.

Auf Grund des heutigen Streiks kam zu z.T. erheblichen Einschränkungen in der Sterilgutaufbereitung, der Reinigung und Desinfektion sowie in der Logistik.

Bisher hat die Geschäftsführung lediglich ein Angebot vorgelegt, das die bestehenden Löhne zementieren würde. Das Angebot würde zusätzlich Verschlechterungen bei der Arbeitszeitgestaltung und den Mitspracherechten des Betriebsrats mit sich bringen. Viele Beschäftigte an der CFM beziehen ergänzende Sozialleistungen oder müssen neben ihrer Vollzeitstelle einem Zweitjob nachgehen.

„Wir wollen Löhne, von denen die Beschäftigten leben können. Deshalb kämpfen wir für einen Tarifvertrag. Mit dem Streik signalisieren die Beschäftigten vor den nächsten Verhandlungen mit der CFM-Geschäftsführung, dass sie bereit sind, für bessere Löhne zu kämpfen. Wir senden damit auch ein Signal in die laufenden Koalitionsverhandlungen, dass die Hungerlöhne an der CFM eine Großbaustelle an der Charité darstellen, an deren Lösung sich auch die Politik beteiligen muss. Den Aussagen vor dem Wahlkampf über Outsourcing als politischen Irrweg müssen jetzt auch Taten folgen“, erklärt ver.di Verhandlungsführer Kalle Kunkel.