Tarifverhandlungen Volkssolidarität Landesverband Brandenburg

Übernahme des PTG-Tarifvertrages

Volkssolidarität Brandenburg

Übernahme des PTG-Tarifvertrages

Tarifverhandlungen Volkssolidarität Landesverband Brandenburg

ver.di fordert die Übernahme des PTG-Tarifvertrages ab 1. Mai 2019

Rund 100 Beschäftigte hatten sich am Warnstreik beteiligt AOK hat Angebot zur Vergütungssteigerung vorgelegt

Am ganztägigen Warnstreik am 6. Juni 2019 hatten sich rund 100 Beschäftigte aus den Verbandsbereichen Uckermark und Fläming-Elster beteiligt. Die Streikteilnehmer*innen hatten sich vor der Krankenkasse AOK Nordost in Teltow zu einer zweistündigen Streikversammlung und Kundgebung versammelt und von den Kranken- und Pflegekassen die Refinanzierung der Tariflöhne gefordert. Im Verbandsbereich Uckermark waren durch den ganztägigen Warnstreik vier Kitas streikbedingt geschlossen.

Die AOK hatte eine Delegation der Streikteilnehmer*innen zu einem Gespräch eingeladen und erklärt, dass die Tariflöhne bei den Vergütungsvereinbarungen für die Pflege- und Krankenpflege von den Kranken- und Pflegekassen refinanziert werden. Nach einer Veröffentlichung der AOK vom 6. Juni 2019 wurden der Volkssolidarität Angebote der Kranken- und Pflegekassen mit rund 36 Prozent Vergütungssteigerung unterbreitet. Ver.di hat die AOK um Auskunft gebeten, zu wann die von den Kranken- und Pflegekassen angebotene Vergütungssteigerung wirksam werden soll.

Die Gewerkschaft ver.di hat von der Volkssolidarität die Übernahme des PTG-Tarifvertrages rückwirkend ab dem 1. Mai 2019 gefordert. Die Gewerkschaft ver.di fordert auch, dass die Kranken- und Pflegekassen sowie die anderen Kostenträger die Tarifsteigerung ab dem 1. Mai 2019 finanzieren müssen.

Der PTG-Tarifvertrag wurde am 22. Februar 2019 vom Arbeitgeberverband unterzeichnet und war zum 1. Januar 2019 rückwirkend in Kraft getreten. Die Volkssolidarität hatte Mitte Februar 2019 die erforderlichen Kalkulationsunterlagen für die Verhandlungen mit der AOK zur Refinanzierung der Kostensteigerung in der Pflege- und Krankenpflege eingereicht. Nach Auskunft der AOK lagen Anfang Juni 2019 der Volkssolidarität die Angebote zur Vergütungssteigerung um 36% vor.

Die Volkssolidarität hatte in einem offenen Brief gegenüber dem Bran-denburger Gesundheitsministerium angekündigt, dass der PTG-Tarifvertrag am 1. August 2019 bzw. spätestens am 1. September 2019 eingeführt werden soll.

Warum soll der PTG-Tarifvertrag erst ab 1. August 2019 übernommen werden? Diese Frage muss die Volkssolida-rität beantworten.

Die Gewerkschaft ver.di begrüßt die Entscheidung des Verbandsrates, dass der Tarifvertrag der Paritätischen Tarifgemeinschaft (PTG) mit ver.di auch in der Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e.V. eingeführt werden soll.

Die Gewerkschaft ver.di kritisiert aber, dass immer noch nicht festgelegt wurde, wann der Tarifvertrag eingeführt wird.

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