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Charité-OP: Verdacht auf Verstoß gegen Arbeitszeitgesetz

Krankenhäuser und Pflege

Charité-OP: Verdacht auf Verstoß gegen Arbeitszeitgesetz

Seit mehreren Monaten kritisieren die Anästhesie-Pflegekräfte im Charité-OP am Standort Mitte die unzureichende Personalausstattung. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat in diesem Zusammenhang den Verdacht auf Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz an die zuständige Aufsichtsbehörde - Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin (LAGetSi) - gemeldet. In der Meldung werden über 100 Dienste aus den Monaten August bis Oktober aufgelistet, an denen nach Informationen der Beschäftigten, keine Pause genommen werden konnte.

Die Gewährung und Ermöglichung von Pausen durch den Arbeitgeber ist durch das Arbeitszeitgesetz zwingend vorgeschrieben.

„Leider ist es inzwischen in vielen Krankenhäusern üblich, dass der Normalbetrieb nur noch durch Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz aufrechterhalten werden kann. Sollte sich der Verdacht bestätigen, hoffen wir, dass das LaGetsi der Charité in diesem drastischen Fall Grenzen setzt“, erklärt der zuständige ver.di Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel.